Thema: Whistleblower - die EU Richtlinie 2019/1937 des EU-Parlaments

Die "Whistleblower-Richtlinie"

Am 16.12.2019 ist die sog. „Whistleblower-Richtlinie“ (exakt: Richtlinie (EU) 2019/1937 des Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden) in Kraft getreten.

Diese wurde allerdings nicht fristgerecht bis zum 17.12.2021 in nationales Recht umgewandelt. Damit sind viele Unternehmen, Organisationen und Behörden in der Pflicht, ein Hinweisgebersystem für Whistleblower zur Verfügung zu stellen, da nun die EU-Richtlinie direkte Anwendung findet.

Mit unserem Meldesystem als Service unterstützen wir Sie dabei, alle rechtlichen Vorgaben schnell und einfach zu erfüllen, damit Sie die Vorteile für sich ausschöpfen zu können.

Unsere Vorteile, die unser Meldesystem bieten

  1. Wir stellen Ihnen ein sicheres digitales Hinweisgebersystem mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zur Verfügung.
  2. Hinweisgeber können 24 Stunden rund um die Uhr Ihre Meldungen anonym und vertraulich abgeben.
  3. Sie erhalten für Hinweisgeber eine externe geschützte und vertrauliche Infrastruktur. Wir sind online über eine verschlüsselte Plattform erreichbar.
  4. Als außerhalb Ihrer Organisation agierende Dritte ist es für uns einfacher, Unabhängigkeit zu wahren und frei von Interessenskonflikten zu bleiben.
  5. Hinweise werden außerhalb Ihres Unternehmens von uns auf Ernsthaftigkeit und Verwertbarkeit geprüft, erst dann nehmen wir Kontakt mit unserem Ansprechpartner in Ihrem Unternehmen auf.
  6. Ihre interne Infrastruktur wird nicht mit der Absicherung vertraulicher Kommunikationswege für Hinweisgeber belastet.

Hintergrundinformation zum Thema Whistleblowing 2022

Europäische Richtlinien können nach Ablauf ihrer Umsetzungsfrist unmittelbare Wirkung entfalten und damit auch ohne nationales Umsetzungsgesetz anwendbar sein. Da der Referentenentwurf des Hinweisgeberschutzgesetzes HinSchG noch nicht wirksam in Kraft getreten ist (aktueller Stand:11.01.2022), liegt genau ein solcher Fall vor. 

Das  Ziel der Richtlinie ist es, Hinweisgeber besser zu schützen, die Rechtsverstöße oder Missstände im Unternehmen melden wollen. Diese müssen vor direkten und indirekten Nachteilen  bewahrt  werden, die sie durch die Meldung erleiden könnten (So z.B. Kündigung, Mobbing, Einschüchterung, Nötigung, Rufschädigung, Boykott). Der Schutz besteht jedoch nur bei Gutgläubigkeit des Hinweisgebers, d.h. nicht, wenn willentlich oder wissentlich falsche Informationen gemeldet werden. Die Meldung des Whistleblowers kann sich auf Hinweise und Verdachtsmomente zu tatsächlichen oder potenziellen Verstößen, die entweder schon begangen wurden oder wahrscheinlich noch erfolgen werden, beziehen. Dabei kann es sich um Missstände in der Organisation, Korruption, Betrug, Vertuschung, Diskriminierung oder sonstiges Fehlverhalten handeln.

Die Vertraulichkeit der Identität des Hinweisgebers muss dabei zwingend gewährleistet werden, die eingesetzten Meldekanäle müssen daher entsprechend sicher konzipiert sein